
Ich traute meinen Augen nicht. Zwei Mal musste ich hinschauen, um auch wirklich sicher zu sein, dass im Bierregal des EDEKA-Marktes am Olvenstedter Platz, wir reden hier von Magdeburg, jene Landeshauptstadt Sachsen Anhalts, welche etwa 600 km von Köln entfernt ist, Kölsch im Sortiment vorhanden ist. Da gehe ich schon seit Jahren in diesem Supermarkt in regelmäßigen Abständen Lebensmittel und Getränke kaufen, dass es dort aber Kölsch in Flasche zu kaufen gibt, war mir bis gestern noch fremd. Voller Vorfreude auf das Freundschaftsspiel der Deutschen gegen die Schweden führt mich der Bierdurst, nachdem alles zu besorgende Essbare schon in meinem Korb lag, dann schlussendlich noch in die Bierabteilung. Die Entscheidung, welche Sorte Bier mir am Abend dann Gesellschaft leisten sollte, war nicht ganz einfach und daher kam es dann auch, dass ich mich in eine Ecke der Bierabteilung bewegte, die mir vorher fremd war. Als hätte man einen dieser amerikanischen „Fast-Food-Diner-Leuchtrekalmenpfeile“ auf das Kölsch gerichtet, erblickte ich das heilige Getränk. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Wenn das mal keine Vorentscheidung für das heutige Spiel sein sollte denkend, packte ich mir zwei Flaschen in den Korb. Zu Hause angekommen, bekamen sie direkt einen Ehrenplatz zum kühlen im Kühlschrank. Zwar ist Küppers nicht gerade meine Lieblingssorte an Kölsch, zu oft habe ich in der Live Music Hall mit schlecht schmeckendem Küppers Kölsch die Abende versoffen, aber besser zwei Kölsch als kein Kölsch zum Fußball, dachte ich mir.
Für alle Bloglesenden Köln Magdeburger hier noch ein Tipp. Im Layla kann man Fassgezapftes Früh Kölsch trinken. Wie es sich gehört, natürlich aus Kölschgläsern. Prost!