
In der Vorlesungsfreien Zeit, fernab der universitären Räumlichkeiten, ist der Blick auf gewisse Missstände an der Uni klarer, als vor Ort. Beim lesen der aktuellen ‘Die Zeit’ (leider ist der Artikel online nicht verfügbar) stieß ich auf einen kurzen Artikel, der betitel: Offene Türen. Wie kleine Gesten die Uni besser machen aufzeigte, dass Studenten an deutschen Universitäten auf tausenden Uni-Fluren in ewiger Dämmerung ohne Sonnenlicht und unter künstlichem Licht von einem Dozentenzimmer zum nächsten wandern. Warum das so ist? Alle Türen sind zu. Wenn der Student nicht Gleichgesinnte treffen würde; er könnte sich auch fragen, bin ich hier wirklich richtig, sieht doch eher wie ein Amt oder ne Behörde aus. Wer hinter den Türen ist oder was dort gerade vor sich geht, bleibt ihm verborgen.
Das es auch anders geht, kann man dem Artikel nach an amerikanischen und englischen Uni-Fluren beobachten. Dort stehen die Türen zu den Büroräumen der Dozenten offen. Tageslicht fällt auf den Teppich, eine ‘Du bist jederzeit willkommen’- Atmosphäre ist geschaffen. Ist die Tür dann doch einmal geschlossen, so ist das Signal mehr als deutlich: Bitte nicht stören!
So würde ich mir auch meine Uni wünschen. Warum denn nur sind die Türen bei uns geschlossen. Zieht es zu sehr? Haben die Professoren und Dozenten Angst, dass man ihnen die Bude einrennt und sie so nicht mehr genügend Freiraum zu nachdenken haben?
Für das neue Jahr wäre es doch ein guter Vorsatz, den Versuch mit der offenen Tür zu wagen. Vielleicht wird das Miteinander so etwas entspannter und familiärer. Es könnte den Studenten helfen, das Gefühl los zu werden, ein x-beliebiger Faktor an einer Massenuniversität darzustellen.