
Ich kann es bald nicht mehr hören.
In Nordrhein-Westfalen wird in Kürze ein erstes Erziehungscamp für jugendliche Straftäter eingerichtet werden.
Toll, nicht wahr (das ist natürlich sarkastisch gemeint!). Immer weg mit den auffälligen und für die Allgemeinheit gefährlichen Jugendlichen, scheint die Devise der politischen Oberschicht in unserem Land zu sein.
“Wenn ein jugendlicher Intensivtäter durch harte Gewaltdelikte auffällig geworden ist, muss er zunächst einmal aus dem Verkehr gezogen werden”, sagte NRW-Familienminister Armin Laschet (CDU) der “Rheinischen Post” in Düsseldorf.
Nach den Gründen, weshalb die Jugendlichen auffällig und perspektivlos geworden sind, scheint keiner suchen zu wollen. Das Allheilmittel um das Problem der gewalttätigen Jugendlichen scheint mit der Einrichtung von Erziehungscamps gefunden. Nein, nicht nach US-amerikanischen Vorbild der Boot-Camps soll den Jugendlichen Gewalttätern Ordnung und gesellschaftliche Integration vermittelt werden, nein durch die Einrichtung in NRW werde das erste geschlossene Heim errichtet, in dem der Schwerpunkt auf Erziehung, Bildung und Ausbildung gelegt werden.
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