Monatsarchiv für Februar 2008

 
 

Das versteh doch mal einer Herr Beckstein

Manche Aussagen des politisches Aschermittwoch der CSU werden hoffentlich nie in die Tat umgesetzt. Denn wenn den Worten Taten folgen sollten, dann werden die Politiker von heute bald zu den Tätern von Morgen.

Der neue Ministerpräsident Beckstein spricht von Bildung, tritt landesväterlich auf, er erbittet - von Deutschen und Ausländern - mehr Anstrengung bei der Integration. Und fordert dann doch in “Schwarzer Sheriff”-Manier, den in Deutschland aufgewachsenen, aber türkischstämmigen U-Bahn-Schläger auszuweisen: “Ein solcher Mensch gehört hinaus!”

Na hoffentlich schaufelt er sich damit mal nicht sein eigenes Grab. denn im selben Atemzug wettert er gegen die Linke Bedrohung, die ihn und seiner Partei zur Zeit das Fürchten leert.

Die CSU werde alles tun, damit es nie eine “eine blutrote Koalition” im Bund geben werde. “Wir werden uns mit Händen und Füßen dagegen wehren!”

Mit Händen und Füßen Herr Beckstein?
Also Schlagen und Treten?
Also wie der böse türkische Münchner U-Bahn-Täter!
Weniger Bier und gehaltvollerer Inhalte wären doch bitte schön beim nächsten Mal angebracht Herr Beckstein.

Zitate aus der taz/ Politischer Aschermittwoch der CSU. Schweiß und Bier statt Stoiber vom 07.02.2008

Kleinstadtenge

mediapark-koeln.jpg

Wenn ich aus dem Fenster schaue
oder
aus dem Haus gehe,
möchte ich das Gefühl haben,
wann immer ich will
den Pulsschlag des Lebens
sehen,
hören
oder
spüren zu können.

Um mich herum sollen hohe Häuser
in den - mir bis zu diesem Zeitpunkt real unbekannten -
unterschiedlichsten
Größen,
Formen
und
Farben in den Himmel ragen,
Menschen und Autos sollen mit ihren Bewegung in atemberaubender Geschwindigkeit
das
scheinbar nie stillstehende Leben
immer wieder neu schreiben,
Klangwelten
eines schier grenzenlos kombinierbaren Melodienmixes
als unbekannte und nie in dieser Zusammensetzung wieder erfahrbare Einmalmusikerfahrung
für genau diesen Moment in meine Ohren erhören,
Gerüche einer immer während anwesenden Sinnestäuschung
zu einem Gefühl des Verlangens nach noch mehr Großstadt vermischen
und
mit der Anonymität des Einzelnen als kollektives Wir
will ich einschlafen
oder
in die hell erleuchtet Nacht hinausfallen.

Ich muss unbedingt raus.
Raus aus der beklemmend winzigen Kleinstadt in der ich zur Zeit lebe.
Leben.

In eine Welt.
Weltstadt.
Stadt New York.