Die Stadt der Sehenden

In der Politparabel Die Stadt der Sehenden von José Saramagos geht es um sehr aktuelles Thema. Der Stimmen-Abgabe-Verweigerung durch den mündigen Bürger. Immer häufiger ist bei Wahlen zu beobachten, dass die Anzahl der Stimmzettel, die leer bleiben, also der Wähler die nicht am Wahltag ihre Stimme abgeben, zunimmt. Bei anarchitect lässt sich dieses Phänomen am Beispiel der Landtagswahl 2006 in Sachsen Anhalt gut beobachten.

Bei einer Parlamentswahl irgendwo in Europa bleiben 75 Prozent aller Stimmzettel unbeschriftet. Als Reaktion auf diese Wahlverweigerung lässt die Regierung die Wahl wiederholen, diesmal sind es sogar 80 Prozent blanke Zettel. Politiker sinnen auf Rache an denen, die ihr verbrieftes Recht zu wörtlich nahmen. José Saramagos politische Parabel ist eine bitterböse Satire auf Macht und Politik in unserer Gesellschaft.
Irgendwo in Europa, in Sachsen-Anhalt oder Portugal, geschieht Ungeheuerliches: Die Bürger verweigern sich dem System. Bei den jüngsten Parlamentswahlen bleiben 75 Prozent aller Stimmzettel in der Hauptstadt unbeschriftet, blank und weiß. Eine Abfuhr an jene Form der Machtausübung, die von den Parteiführern aller Richtungen “Demokratie” genannt wird. …

Selbst habe ich das Buch zwar noch nicht gelesen. Das Thema ist auf jeden Fall “heiß” und es sehr interessant. Ich bin schon gespannt, wie das Buch so ist. Und falls es der eine oder andere vor mir gelesen haben sollte, einfach mal im “Kommentar-Bereich” das eine oder andere Statement abgeben.

Rezension zum Buch auf dradio.de (Wenn der Wahlzettel leer bleibt)


 
 
 

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