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Magdeburger Szenen Nu. 2

Das Redakteurstreffen zur 4. Ausgabe des Amateurs fand bei mir statt. Stadtfeld, Immermannstraße. 4. Stock. Herrliche Aussicht. Die hell erleuchteten Wohnungen und die dort von statten gehenden Geschichten menschlichen Zusammenlebens, sind immer einen Blick aus dem Fenster wert. Noch waren wir nicht vollzählig. Sitzplätze waren allen schon anwesenden RedakteureInnen gerne angeboten. Nicht alle wollten aber sitzen. Der Blick aus dem Fenster schien seine Reize zu haben. J. war eine, die sich davon begeistern ließ, ab und an aus dem Fenster zu schauen. Und auch sie sah das von mir schon am Vormittag wahrgenommene auf dem Boden liegende Rennbike. Wie von Kinderhände scheinbar umgestoßen ruhte die Maschine auf dem Gehweg uns gegenüber. „Der wird sich aber Ärgern, wenn er das sieht“, war J. Kommentar dazu. Das war vor gut einer Woche. Gestern stand ich bei meinem Döner-Fachverkäufer gegenüber im Ladenlokal und bestellte mir Einen. Komplett mit Zwiebel, Sauce und Schafskäse. Damit mir beim Warten die Zeit etwas schneller vergeht, gab es einen frisch aufgegossenen Tee aufs Haus. Dankbar trank ich das heiße Getränk. Vor mir wurden bereits zwei weitere Döner in Auftrag gegeben. Ich setzte mich an einen der Tische und schaute eher gelangweilt als interessiert auf den an die Wand angebrachten Fernseher. Frankfurt kickte gerade im Mittelfeld rum und bekam keinen konstruktiven Spielaufbau hin. Der Ton des Fernsehers war stumm gestellt. Was vielleicht auch gut so war. So nämlich konnte ich Fußball schauend dem Gespräch zwischen Dönermann und Gast Nummer Zwei lauschen. Gast Nummer Zwei ist Besitzer des Rennbikes. Groß, breite Schultern, Solariumbraun mit kurzem Haar. Das vergangene Wochenende war er bei Freunden in Leipzig eingeladen. Da er mit seiner Freundin verreist war, nutzten sie das Auto, die Maschine hatte er daher zu Hause stehen gelassen. Als er dann am Sonntag sein geliebtes am Boden liegendes Zweirad sehen musste, hatte er eine Mordswut und war drauf und dran, den Nächstbesten zu vermöbeln. „Ja, ja,“ sagte der Dönermann, „hab gesehen, wer das war.“ Und begann zu erzählen. Gegen halb Elf hatte er in seinem Laden sauber gemacht, alle Tische und Stühle raus gestellt. Da war dann plötzlich so ein Typ, älter als er, so Anfang 50. Schon besoffen. Und das so früh am Morgen. Er wollte Bier bei ihm kaufen. Zwei Flaschen. Dann ging er wieder. Als der Laden gewischt war, mussten die Tische und Stühle wieder rein. Um elf öffnet sein Grill ja. Und da sah er denn Mann auf das Rennbike steigen. Zuerst hatte er nur mit dem Kopf geschüttelt und weiter eingeräumt. Nach zehn Minuten spielte der besoffene Mann aber immer noch Trocken-Motorradfahren. Das war ihm komisch. Die eine noch volle Bierflasche stand auf dem Boden neben dem Bike, die andere hatte er zum Trinken angesetzt. Er nahm einen großen Schluck. Fast schien er die Flasche bis auf den letzten tropfen auszutrinken, da kam so ein Punkerhund angerannt. Der bellte dann zwei oder drei Mal laut. Der Mann auf dem Bike war so erschrocken, dass er zuerst die Flasche fallen ließ und dann selbst in Gleichgewichtsnot geriet. Der Hund lief weiter. Der Mann aber wackelte immer wilder hin und her und plötzlich knallte es laut. Plumps. Der Mann fiel zu Boden und so auch das Bike. Der Dönermann habe die ganze Zeit im Türrahmen gestanden und alles beobachtet. Der Trocken-Motorradfahrer habe erstmal völlig geschockt zwei drei Minuten auf dem Boden gelegen. Als er dem Mann Hilfe anbieten wollte, stand der auch schon auf, griff nach der zweiten Flasche Bier. „Hey“, habe er ihm hinterher gebrüllt, „was machen du. Komm zurück, Zettel mit Name und Handy dran machen. Versicherung.“ Aber der Mann sei schnell weiter gelaufen. Richtung Goethe Straße. Und habe Finger gehoben. „So“ sagte er, und zeigte allen Anwesenden seinen rechten Mittelfinger. Mein Döner war fertig. Der Zweiradbesitzer fragte noch, wie der Mann ausgesehen habe, ich aber bezahlte und ging Pünktlich zur zweite Halbzeit der Eintracht war ich.


 
 
 

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