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Schreibmaschine » Magdeburger Szenen Nu. 3

Magdeburger Szenen Nu. 3

Wochenendeinkauf am Freitag. Scheinbar hatte sich jeder Magdeburger diesen Tag dafür ausgewählt. Der „Real-Markt“ im City Carre platzte fast aus allen Nähten. Um einen Einkaufswagen zu bekommen, musste ich also erstmal anstehen. Eine gute viertel Stunde später schob ich dann endlich meinen hart erwarteten Wagen samt Einkaufszettel durch das riesige sich unter Tage befindliche Lebensmittel-, Drogerie-, Spielzeug- und Elektroarsenal. Ein Durchkommen ohne unabsichtliches Anecken an dem Einen oder Anderen Mitstreiter samt Begleitung schient heute nicht möglich. „War nicht mit Absicht, Verzeihung bitte.“, wurde zum Standartspruch meines Einkaufserlebnisses. Gefangen also im Strom konsumgeiler Magdeburger, bewegte ich mich zähflüssig durch die einzelnen Abteilungen, ohne eine Chance zu bekommen, zu verschnaufen. Ein Verweilen hier oder da hätte mir das erneute Eingliedern in den Strom der Kaufwütigen fast unmöglich gemacht. Am Brotstand nahm ich mir dann aber doch eine Auszeit. Probehäppchen für alle. Zwar sorgte ich mich etwas über die Hygiene, ich war sicherlich nicht der Erste und auch nicht der Letzte gewesen, der mit seinen Drecksgriffeln in den Korb langte, der Hunger trieb mich aber schlussendlich zur Nahrungsaufnahme. Als ich dann so mit meinen lauwarmen Vollkornbrotstückchen geparkt am Randstreifen einen Blick auf die an mir vorbei strömenden Einkäufler wagte, fiel mir eine Familie auf. Ein lautes Lachen konnte und wollte ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen. Mit zwei Wagen rollte die Familie von Regalreihe zu Regalreihe. »Kein ungewöhnliches Bild, das eine Familie mit zwei Einkaufswagen einkaufen geht. Die haben halt nen großen Einkauf geplant«, mag man nun sagen. Was allerdings an diesem Bild ungewöhnlich und urkomisch war, ist Folgendes. Getrennt nach Weiblein und Männlein schob die Mutter samt weiblichem Nachwuchs den einen und der Vater samt männlichem Nachfolger den anderen Einkaufswagen. Und hier wurde das Bild urkomisch. Die Mutter fett und voll gefressen. Der Vater dünn und abgemagert. Die Kinder eine hundertprozentige Kopie ihrer Eltern. Das Mädchen keine sechs Jahre alt und kugelrund, der nicht viel jünger als seine Schwester wirkende Junge, aber spindeldürr. Der Einkaufswagen gab genau das figürliche Bild der Konsumgewohnheiten beider wieder. Die Frau hatte ihren Wagen bis fast oben hin mit leckeren, aber Problemzonenbelastenden Süßigkeiten und Nullnährwert- Lebensmitteln gefühlt. Aus der bereits geöffneten Schokoladenlebkuchenpackung fütterte sie sich und ihr Kind. Frisches Obst, Gemüse, Müsli, sowie Schwarzbrot, Milch, Eier, stilles Wasser und fettarmer Jogurt und Margarine lagen dagegen im Wagen des Mannes. Schnell griff ich ein zweites Mal in den Korb auf der Theke zur Real- Hausbäckerei und heftetet mich an das ungleiche Elternpaar. Ich wollte herausfinden, ob denn wirklich getrennt nach Fraßvorlieben und gesunder Nahrung von den beiden eingekauft wurde oder ob am Ende dann doch Alles für alle da ist. Kurz vor der Kasse trennten sich die beiden kurz. Die Kinder blieben jeweils allein gelassen an den für sie bestimmten Wagen stehen, von den Eltern weit und breit keine Spur. Also wartete ich. Schüchtern blickte der Junge zu seiner Schwester rüber, als wolle er fragen, ob sie ihm vom Lebkuchenherz etwas abgeben wolle, doch die steckte das Herz ihren Bruder fest in die Augen schauend demonstrativ in einem Stück in ihren Mund. Als sie diesen dann zum Kauen schließen wollte, fielen ihr ein paar Stückchen aus dem Mund. Regungslos beobachtete der Bruder, wie sich seine Schwester nach den Stücken bückte. Den Mund nun schon etwas leerer, schob sie sich genüsslich die Stückchen quasi als Nachtisch in ihren schokoladeverschmierten Mund. Der Mann kam vor seiner Frau zurück. Der Junge beschwerte sich nicht. Klopapier und Reinigungsmittel hatte er noch besorgen müssen. Kurz darauf kam auch die Frau. Dem Mädchen ein Herzchen in den Mund schiebend, stapelte sie diverse Tiefkühlprodukte und Chipspackungen auf den eh schon völlig überfüllten Wagen. Anstatt ihrem Mann alles in den Wagen zu legen, schob sie lieber das wackelige Konstrukt von Lebensmittelbaukunst über den gefliesten Real- Boden. Ihr Mann immer einen Schritt hinter ihr. Zuerst packte die Frau ihren Korb aus, dann der Mann. Eingepackt wurde nach derselben Vorgehensweise. Was die Frau vorher in ihrem Korb hatte, fand sich auch nach dem scannen des Produktpreises dort wieder. Selbiges beim Mann. Dieser zahlte dann auch. Die Packung mit den Herzchen war mittlerweile leer.


 
 
 

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