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Schreibmaschine » Magdeburger Szenen Nu. 5

Magdeburger Szenen Nu. 5

Im ersten Moment glaubte ich ein Pony auf der anderen Straßenseite gesehen zu haben. Als ich dann ein zweites Mal genauer hinsah, erkannte ich einen Hund. »Das is ne Dogge« sagte ein Mann neben mir. In der Bank stand er eben noch vor mir am Schalter. Mir einen schönen Tag wünschend, machte er sich auch dann sogleich auf seinen Weg. Immer noch ungläubig und völlig beeindruckt von der Größe des Hundes blieb ich wie angewurzelt vor meiner Hausbank stehen. „Wenn der Hund von hier schon so riesig aussieht, wie groß wird er denn erst sein, wenn ich neben ihm stehe?,“ schoss es mir durch den Kopf. Die Entfernung zwischen Hund und mir betrug gute 150 Meter. Die mich und Hund trennende stark befahrenen Otto-von-Guericke Straße wog mich in Sicherheit. Ein Aufeinandertreffen hätte sicherlich kein gutes Ende für mich genommen. Die Dogge brachte mindestens gut das Doppelte meines Gewichts auf die Waage. Angebunden an einem Fahrradstender stand das Pony, ähm die Dogge, also da und wartete geduldig auf ihr Frauchen oder Herrchen. Die kläffenden Promenadenmischungen wenige Meter weiter beachtetet die Dogge nicht. Problemlos hätte er, (ja, dass es sich um eine männliche Dogge handeln musst, konnte ich sogar von meinem Standort erkennen,) wenn er gewollt hätte, dass eine oder andere verängstigte Schoßhündchen mit einem Biss verspeisen können. Zum Spaß pfiff ein an mir Vorbeigehender in Richtung Hund. Wäre es das richtige Startsignal für die Dogge gewesen, der Fahrradständer hätte das Tier nicht an Ort und Stelle halten können. So aber drehte er nur seinen Kopf in die Richtung des Pfiffs und sah sabbernd herüber. Sein grau braunes Fell glänzte in der Sonne. Der Himmel über der Jobagentur war wolkenlos. Ich setzte meine Sonnebrille auf und wollte gerade mit meinem Rad in Richtung Uni davon rollen, als das Frauchen der Dogge die Agentur verließ. Die Dogge machte einen Satz in Richtung trendbewusster Frau. Sichtlich froh nicht mehr warten zu müssen, bellte er lauthals und verteilte erst einmal Sabber über den gesamten Gehweg. Wie zuvor vermutet, konnte der Fahrradständer den Hund nicht an Ort und Stelle binden. Die zierliche Frau trat einen Schritt auf Seite und wich so ihrem scheinbar manierlichen und in jedem Fall gepflegten Vierbeiner aus. War das wirklich ihr Hund? Wenn die Dogge als Lifestyle-Accessoire und zugleich Statussymbol für gut verdienendes, naturverbundenes, aber durchaus trendbewusstes Frauchen gelten soll, dann war die Wahl der Rasse wohl die falsche gewesen. Da ihr Pferdchen erfreut sie zu sehen sich einfach nicht beruhigen wollte und mit dem an ihn gebundenen Ständer ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Passanten und Glaswand der Jobvermittlung darstellte, brüllte sie mit piepsiger Stimme auf die Dogge ein. Keine 5 Sekunden später stand der Hund wie angewurzelt und gab keinen Laut mehr von sich. Die Frau blickte sich um und musste entsetzt feststellen, dass der für sie peinlichen Situation eine ganze Menge Zuschauer beiwohnten. Etwas verlegen öffnete sie hektisch ihr Handtäschchen und setzte sie ihre Sonnenbrille auf. Die Dogge stand immer noch bewegungslos mitten auf dem Gehweg. Langsam stöckelte sie auf ihr Statussymbol zu, band ihn vom Fahrradständer ab und befahl ihm dort wo er war stehen zu bleiben. Kurz nur drehte die Dogge ihren Kopf in Richtung Frauchen um. Diese zerrte den Ständer wieder zurück an den dafür bestimmten Platz und griff selbstbewusst und herrisch nach der Leine. Das Aufnehmen der Leine sollte dem Hund sicherlich als Signal zum Gehen dienen. Er jedoch blieb stehen. Sichtlich beleidigt bewegte sich die Dogge keinen Zentimeter. Da konnte die Frau zerren und brüllen wie sie wollte. Die Dogge stand. Verzweifelt suchte die trendbewusste Frau nach einer Bestechungsmöglichkeit in ihrer Handtasche. Sie fand nichts. Langsam wurde mir das Schauspiel zu absurd. Als die Frau den Hund von hinten zu schieben versuchte, fasste ich mir an den Kopf. Sichtlich frustriert und vor Peinlichkeit schwitzend, griff sie nach ihrem Telefon. Als die oder der Angerufene abnahm, brüllte sie ein letztes Mal unter Tränen in das Telefon. »Ich jehe jetzt, hol du den Hund ab«, legte auf und ging. Wann und von wem die Dogge an diesem Tag abgeholt wurde, weiß ich nicht. Aber als ich am Nachmittag nochmals zu meiner Bank musste, war der Hund verschwunden.


 
 
 

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