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Schreibmaschine » Magdeburger Szenen Nu.6

Magdeburger Szenen Nu.6

Spät war es mal wieder geworden. Man hatte sich mal wieder fest gequatscht. Dabei hätte ich schon vor 5 Minuten losgehen sollen. Ne Nachtbahn in Magdeburg zu verpassen kann unter Umständen bedeuten, dass man den Heimweg zu Fuß antreten darf. Als ich jedoch an der Straßenbahnhaltestelle ankam, waren es noch etwa 10 Minuten, bis die Bahn abfahren sollte. Glück im Unglück kann man haben. Noch vor ein einigen Tagen wäre mir es egal gewesen, ein Paar Minuten warten zu müssen. In dieser Nacht jedoch war es winterlich kalt. Handschuhe und Mütze hatte ich noch nicht aus den untersten Schubladen hervorgekramt. Leider. Was hätte ich nicht alles dafür gegeben, jetzt nicht frieren zu müssen. Die halbvolle Bierflasche in meiner Hand war mir auch nicht wirklich eine Hilfe. Alkohol zu haben, war zwar gut, eiskaltes Bier trinken zu müssen, wärmte nicht wirklich. Ein Glas mit heißem Glühwein wäre da schon die elegantere Lösung. Damit mit wenigsten ein bisschen warm wurde, tippelte ich auf der Stelle herum.
Die dicke Frau im Haltestellenhäuschen sah mich komisch an. Dass ich zu dieser Zeit nicht alleine auf die Bahn wartete, verwunderte mich. Da die Scheibe des Häuschens vereist war, hatte ich sie beim Kommen nicht gleich sehen können. Ihr schien nicht kalt zu sein. Eingepackt in einen dicken Schal und Handschuhe an beiden Händen, sah sie mir beim aufwärmen zu. „Hätte ich auch so viel wärmende Masse um mich herum wie die dicke Frau, wäre mir bestimmt auch nicht kalt“, dachte ich so in mich rein und musste schmunzeln. Schon war mir ein wenig wärmer.
Die Zeit schien still zu stehen. Nach meiner gefühlten Zeitrechnung verging eine Ewigkeit, bis die Bahn endlich kam. Unverschämt langsam fuhr sie in den Haltebereich ein. Die dicke Frau wollte scheinbar durch dieselbe Tür die Bahn betreten, wie ich es geplant hatte. Ich wollte ihr den Vortritt lassen und trat einen Schritt zurück. Mit dem letzten Schluck aus der Falsche kam die Bahn zum stehen. Von Außen konnte ich erkenne, dass nicht mehr als eine Hand voll Leute in der Bahn saßen. Der einzige Fahrgast, der an dieser Haltestelle aussteigen wollte, stand, als die Bahn hielt, mit dem Rücken an die Tür gelehnt. Dem Haltewunsch des Fahrgastes nachkommend, gab der Fahrzeugführer die Türen frei. Der Ausstieg war frei. Die dicke Frau konnte es kaum erwarten in die Bahn zu steigen. Kaum das die Bahn zum Halten kam, drückte sie wie wild auf den außen and er Tür angebrachten Tür-Öffnungsknopf. Gerade hatte die Flasche abgesetzt und einen Schritt in Richtung Bahn gemacht, sprang die Tür auf. Sichtlich überrascht, dass die Tür nun gerade jetzt, wo er sich noch mit der Eroberung dieses Abends die Nummern austauschte, aufging, verlor er das Gleichgewicht. Auch die dicke Frau war überrascht, dass der Typ im der Bahn nicht mitbekommen hatte, dass sie doch einsteigen wollte. Die wunderschöne Fallkurve in Richtung dicke Frau war jede an diesem Abend in Kälte gewartete Minute wert. Mit den Armen rudernd kippte der Typ langsam aber zielstrebig Richtung weiches Polster aus der Bahn. Für ihn gab es kein Halten mehr. Die dicke Frau streckte noch beide Arme abwehrend gegen den auf sie stürzenden nicht minder beleibten Typen. Vergeblich. „Achtung! Baum fällt!“ hätte ich rufen sollen. Zu witzig war die Situation. Da mir kalt war und die Bahn wohl nicht ewig warten würde, ging ich an den beiden auf einander liegenden Walrossen vorbei und setzte mich. Der Fahrer hatte scheinbar nichts von dem Vorfall mit bekommen, denn als ich mich gerade setzten wollte, schlossen die Türen und die Bahn fuhr los. Warm war es hier in der Bahn für mich. Wie lange die dicke Frau auf die nächste Bahn gewartet hat oder ob sie nach Hause oder wohin sie auch immer wollte, gelaufen ist, werde ich wohl nie erfahren, das Bild der beiden übereinander liegenden Dicken werde ich aber für die Zeit meines Lebens nie vergessen.


 
 
 

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