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Schreibmaschine » Magdeburger Szenen Nu.7

Magdeburger Szenen Nu.7

Brechend voll war es in der Glühweinbude. Und laut noch dazu. Persönlich habe ich ja nichts gegen weihnachtliche Klänge, aber alles in Maßen. Jeder Versuch ein Gespräch mit meiner Nachbarin anzufangen, wurde direkt von der Weihnachtsmusik erstickt. Als die Gäste anfingen, sich gegenseitig anzubrüllen, begriff es auch der „Weinachtsmusik-DJ“. Wir hatten schon überlegt, die Bude zu wechseln, da endlich drehte man die Lautstärke auf ein erträgliches Maß herunter. Endlich konnte ein jeder dicht gedrängt an seinem Punsch oder Glühwein schlürfen und sich angeregt unterhalten. Der Glühwein schmeckte und so blieben wir eine ganze Weile. Langsam leerte sich auch die Bude. Einige Freunde von uns gesellten sich im Laufe des Abends noch zu uns, andere verließen uns leider früher. Konstant verweilten immer so um die 25 Menschen in der Bude. Platz war so für alle genug da.
Ob die beiden Freunde, sie schienen sich wenigstens gegenseitig nicht fremd gewesen zu sein, schon vor uns da waren oder ob sie irgendwann nach uns kamen, weiß ich nicht. Auch ihre Namen habe ich an diesem Abend nicht zu hören bekommen. Zu betrunken war ich schon, als sie mir das erste Mal auffielen. Sie erinnerten mich eine wenig an Zange und Friedel und somit nannte ich sie dann auch so. Durch die neu hereinkommenden Gäste wanderten die schon anwesenden irgendwie in der Bude herum. An jenem Platz, an dem man vor 20 Minuten gestanden hatte, sah man nun andere stehen. So kam es auch, dass Zange und Friedel irgendwann neben unserer Gruppe standen. Das Zelt wurde beheizt, die einzige Erklärung, weshalb beide also rote Nasen hatten war, dass sie schon mächtig tief ins Glas geschaut hatten. Während Friedel zum Tresen schwankte um mehr Glühwein zu holen, hielt Zange sich krampfhaft am Tisch fest. Wäre der Tisch nicht im Boden verankert gewesen, hätte es keine 30 Sekunden gebraucht, um einen bis oben hin Vollgetrunkenen Magdeburger auf dem Boden liegen zu sehen. Als Friedel mit den dampfenden Gläsern zurückkam, hatte sich Zange wieder einiger Maßen im Griff. Beide prosteten sich zu. Da beiden wohl an diesem Abend der Sinn nach sehr viel Glühwein uns Punsch stand, hatte Zange gleich zwei Gläser für jeden mitgebracht. Wäre das Zeug nicht so furchtbar heiß, die Gläser fänden sich keine 2 Minuten später wieder in der Spüle zurück. Ganz genau hatte ich leider den Beginn des Streits zwischen den beiden nicht mitbekommen, doch musste es dabei um eine ernste Sache gehen. Das beide noch stehen konnten, kam einem Wunder gleich. Lallend warfen sie sich für uns nicht zu deutende Wörter an den Kopf. Für die beiden aber musste jedes Wort des anderen verständlich und mit so viel Gewicht belegt sein, dass die Sache handgreifliche Ausmaße anzunehmen schien. „So ein kleiner Streit kommt doch in den besten Familien vor“, tat eine Freundin die Sache ab und verwickelte mich in ein Gespräch. Als ich mir meinen x-ten Glühwein an diesem Abend holte, schwankte ich schon ziemlich mit Glühwein abgefüllt an Zange und Friedel vorbei. Streiten taten sich beide immer noch. Ein wenig ärgerte es mich, dass ich mich hatte in dieses Gespräch verwickeln lassen. Scheinbar aber hatte ich nicht wirklich etwas verpasst. Der Höhepunkt sollte erst noch folgen. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meinen Glühwein hatte. Vom Tresen aus konnte ich schon erkennen, dass gleich etwas passieren würde. Zange war der scheinbar noch fitere von beiden. Mühsam richtete er seine Körper aus der sich gegen den Tisch anlehnenden Haltung auf und schrie mit klarer Stimme „In dieser Bude ist nicht genug Platz für uns beide.“ Dabei hielt er seine rechte sowie linke Hand zu Pistolen geformten Schießapparaten in die Luft. Friedel schien beeindruckt aber nicht eingeschüchtert. Auch er versuchte sich aufzurichten. Dabei schrie er in Richtung seines Kontrahenten, dass sie dann doch beide Mal vor die Tür treten sollten. In dieser Bude sei nämlich wirklich nur Platz für einen von beiden. Zu herrlich war dieses Bild. Sich gegenseitig stützend wankten die beiden Kleinstadtcowboys gemeinsam in Richtung Tür und Nacht. Da beide leider die Stufe am Ausgang der Bude übersehen hatten, wurde leider nichts mehr aus dem Duell. Hart landeten sie auf dem Boden der Tatsachen. Kein Heu oder Erde bedeckte den wilden Westen des Magdeburger Weihnachtsmarktes sondern kalkte und nasse Pflastersteine.


 
 
 

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